Das Problem ist nicht dein Schweinehund … Der meint es eigentlich sogar gut mit dir!

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Anke Kirschbaum

Diesen Satz höre ich ständig – gerade jetzt zu Beginn des Jahres, wo alle über ihre guten Vorsätze sprechen – oder sie sogar schon über Board geworfen haben..

Und vielleicht hast du ihn selbst auch schon oft gedacht. Wenn wir ehrlich sind, klingt er logisch.

Da ist dieser innere Widerstand.
Diese Stimme, die dich vom „Durchziehen“ abhält.

Also muss sie doch das Problem sein, oder?

Nicht ganz.

Was dir niemand sagt:
Dein sogenannter Schweinehund ist kein Gegner.
Er ist ein Schutzmechanismus.

Er meldet sich nicht, um dich zu sabotieren.
Sondern um dich vor etwas zu bewahren, das sich für dein Unterbewusstsein gefährlich anfühlt.

Zum Beispiel vor:

  • Veränderung
  • Verzicht
  • noch mehr innerem Druck
  • Überforderung
  • alten Gefühlen, die du lange mit Essen reguliert hast
  • oder dem Gefühl, schon wieder zu scheitern

Wenn du dir also vornimmst:

  • „Ab morgen reiß ich mich zusammen“
  • „Diesmal halte ich es durch“
  • „Jetzt bin ich endlich diszipliniert“

… dann hört dein Inneres nicht „Lösung“.
Es hört: Stress. Kontrolle. Gefahr.

Und genau dann tritt dein Schweinehund auf den Plan.

Nicht, weil du schwach oder undiszipliniert bist, sondern weil dein Nervensystem gelernt hat:
Essen beruhigt.
Essen schützt.
Essen hilft mir, den Alltag zu bewältigen.

Das eigentliche Problem ist also nicht dein innerer Widerstand.
Sondern der Versuch, Veränderung gegen dich durchzusetzen.

Solange du dich selbst bekämpfst, wird ein Teil von dir immer dagegenhalten.

Nachhaltige Veränderung entsteht erst dann, wenn dein Inneres wirklich begreift:
👉 Ich bin sicher.
👉 Ich werde hier nicht überfordert.
👉 Ich verliere nichts, sondern gewinne etwas.

Und genau das ist der Punkt, an dem klassische Vorsätze fast zwangsläufig scheitern.
Sie wollen Verhalten verändern, ohne das innere Sicherheitsbedürfnis mitzunehmen.

Deswegen arbeite ich mit meinen Klientinnen nicht daran, den Schweinehund zu „besiegen“, sondern ihn zu verstehen – und dann in den Ruhestand zu schicken.

Nicht durch mehr Disziplin, sondern durch innere Klarheit.

Vielleicht möchtest du für dich selbst einmal genauer hinschauen:

  • warum dein Widerstand bei dir ganz logisch ist
  • und was dein Essverhalten bisher für dich geleistet hat.

Wenn du noch tiefer in dieses Thema eintauchen möchtest und einmal mit mir über deine Erkenntnisse und weitergehenden Fragen sprechen möchtest, dann buche dir gerne dein persönliches kostenloses Gespräch.

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