… und welches Ziel eigentlich wirklich dahintersteckt.
Viele Frauen kommen mit einem klaren Ziel zu mir: „Ich möchte X Kilo abnehmen.“
Das ist erstmal völlig in Ordnung. Aber es ist fast nie das eigentliche Ziel.
Denn hinter dem Ziel „Gewicht auf der Waage“ steckt fast immer ein weiteres Ziel. Und dahinter oft noch eins.
Ich nenne das: das Ziel hinter dem Ziel – und manchmal sogar das Ziel hinter dem Ziel hinter dem Ziel.
Das erste Ziel ist sichtbar: die Zahl auf der Waage.
Das Ziel dahinter ist meist ein Gefühl:
- sich selbstbewusst fühlen
- sich wieder wohl im eigenen Körper fühlen
- sich leicht fühlen
- sich nicht mehr verstecken
- körperliche Einschränkungen beseitigen.
Und noch eine Ebene tiefer geht es oft um Veränderungen im Leben:
- sich wieder zeigen
- neue Kleidung tragen – ohne sich zu verurteilen
- sich trauen, neue Wege zu gehen
- vielleicht einen neuen Job
- vielleicht eine neue Beziehung
- vielleicht einfach mehr Freiheit im Alltag.
Wenn wir ehrlich sind, geht es also fast nie um Kilos. Es geht um das Leben, das man sich dadurch erlaubt oder das man dadurch zurückgewinnt.
Genau deshalb macht es wenig Sinn, sich ausschließlich auf die Waage zu fixieren.
Denn die Waage kann dir kein Selbstvertrauen geben.
Sie kann dir keine Leichtigkeit schenken.
Und sie kann dir auch nicht sagen, ob du dich endlich wieder gerne im Spiegel anschaust.
Das, was du eigentlich suchst, ist ein Zustand, ein Gefühl.
Zum Beispiel:
- morgens Kleidung auswählen, die dir richtig gut gefällt
- keine Schmerzen mehr in den Knien oder im Rücken
- wieder Lust haben, rauszugehen
- dich nicht mehr ständig selbst zu bewerten oder zu vergleichen
Das Gewicht ist dabei höchstens ein Mittel zum Zweck – aber nie der Zweck selbst.
Und genau hier scheitern viele klassische Abnehmansätze. Sie setzen beim sichtbaren Ziel an, aber nicht bei dem, was dieses Ziel emotional für dich leisten soll. Das ist der Grund, warum den meisten das Abnehmen so schwerfällt und sich bei 95 % ein Jo-Jo-Effekt einstellt.
Wenn du nicht weißt, warum du dieses Ziel wirklich willst, wird jeder Rückschlag automatisch größer. Und jede Anstrengung fühlt sich schwerer an, als sie sein müsste.
Der Weg spielt natürlich trotzdem eine Rolle, aber nicht als Kampf, nicht als Projekt mit Enddatum. Sondern als etwas, das dich Schritt für Schritt näher an dieses gewünschte Gefühl bringt.
Vielleicht möchtest du für dich selbst einmal kurz innehalten und dich fragen:
- Welches Gefühl verspreche ich mir eigentlich von meinem Wunschgewicht?
- Und was würde sich in meinem Leben verändern, wenn dieses Gefühl wirklich da wäre?
Genau an dieser Stelle beginnt echte Veränderung. Nicht auf der Waage – sondern im Verständnis für dich selbst.
Hat dir dieser Beitrag gefallen?
Wenn dich dieser Artikel zum Nachdenken gebracht hat und du tiefer verstehen möchtest, warum du isst, wie du isst – und wie echte, nachhaltige Veränderung möglich wird –, dann trag dich gerne in meinen Newsletter ein. Dort teile ich regelmäßig Impulse, ehrliche Gedanken und praktische Ansätze rund um Mindset, Essverhalten und einen entspannten Weg zum Wohlfühlgewicht. Ganz ohne Diät-Druck.
